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Wir sind uns als Benediktinerinnen bewusst, dass zum Klosterleben die Arbeit gehört, die dem Lebensunterhalt der Gemeinschaft dient. Vorrangig erbringen wir deshalb die nötigen Dienstleistungen in unserer Gemeinschaft. Zu Gunsten aussenstehender Personen oder Interessen sind wir tätig, soweit dies mit unserer Spiritualität und unseren Konstitutionen vereinbar ist und im Rahmen unserer personellen, organisatorischen und finanziellen Möglichkeiten liegt.
Bis 1998 war die Schulung und Erziehung von Mädchen im Sekundarschulalter in unserer Internatsschule unsere Hauptaufgabe. Nun steht der grosse Gebäudekomplex verschiedenen Gruppen zur Verfügung, die sich bei uns erholen oder weiterbilden möchten. Jetzt besinnen wir uns in besonderem Masse auf die Gastfreundschaft, die seit jeher bei den Benediktinerinnen einen hohen Stellenwert hat. Wir möchten unsere Aufmerksamkeit besonders jenen Mitmenschen widmen, die bei uns Hilfe, Rat, Gemeinsamkeit oder Erholung suchen und sie beherbergen und begleiten, unabhängig von ihrer Religion, ihrer Stellung und ihrer persönlichen Lebenslage. Für den Lebensunterhalt unserer Gemeinschaft bepflanzen wir unseren grossen Garten mit Biogemüsen und Blumen. Eine Schwester betätigt sich als Imkerin, Krankenschwestern besorgen die betagten und kranken Schwestern. Eine Schwester ist als Sakristanin tätig, eine andere ist Kunstschaffende. Einige betätigen sich in der Paramentenabteilung oder in der Weberei, andere sind in der Verwaltung oder als Gastschwestern an der Pforte tätig. In einem Betrieb mit möglichst funktionierender Selbstversorgung braucht es auch Schneiderinnen, Köchinnen, Wäscherinnen. Und alle setzen sich ein für die Erledigung der Hausarbeiten. Für junge Schwestern besteht ein reichhaltiges Angebot an sinnvoller Betätigung. Eine zusätzliche Ausbildung wäre nicht ausgeschlossen, so dass sie ihre Talente voll entfalten könnten. |
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